Energielexikon

Passivhaus

Passivhäuser sind Gebäude, die meist nur noch über die Lüftungsanlage beheizt werden und über kein konventionelles Heizsystem mehr verfügen. Der Energieverbrauch wird durch Wärmedämmung, kompakte Bauweise, passive und aktive Nutzung der Solarenergie sowie ein Lüftungssystem stark reduziert. Im Lüftungssystem wird der Abluft durch Wärmetauscher Restwärme entzogen und der Frischluft zugeführt, so dass kaum Wärme aus Haus entweichen kann.
Eine amtliche Definition gibt es nicht, da ein Passivhaus keine bestimmte Bauform oder Bauweise beschreibt, sondern - ebenso wie das Niedrigenergiehaus - eher einen Verbrauchsstandard. Oft wird die Definition des Passivhaus-Instituts Darmstadt zitiert. Danach liegt der Heizwärmebedarf (Energiekennzahl) bei maximal 15 kWh/m²*a.
Das Passivhaus kann als eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses betrachtet werden. Die wichtigsten Merkmale eines Passivhauses sind: ausgezeichneter Wärmeschutz, kein konventionelles Heizsystem, dreifache Wärmeschutzverglasung mit gedämmten Fensterrahmen und Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Der Restwärmebedarf kann durch Wärmeabstrahlung von Haushaltsgeräten und Bewohnern gedeckt werden.

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Hamster Horst im Interview

Im Juli bekam Hamster Horst Besuch von der Presse und gab ein Interview, das in der Thüringer Landeszeitung erschien. Lesen Sie, was Horst über sein ungewöhnliches Leben berichtet.

Gestatten, Horst – Model
Superman, Fußballtrainer, Rächer der Enterbten: Er ist der facettenreichste Mitarbeiter der Weimarer Stadtwerke. Mannshoch posiert der Goldhamster auf Plakatwänden für das Tochterunternehmen der Stadt. Engagiert wurde der Alleskönner von der Weimarer Internet- und Design-Agentur <i-D>. Als Botschafter einer Kampagne im Rahmen der gemeinsamen Marketing-Initiative von zehn Thüringer Stadtwerken hatte Agenturgründerin Jana Rogge und ihr Team den Nager eigentlich nur als Gag ins Rennen geschickt - um eine Präsentation aufzulockern. Allerdings kannte das Entzücken über das stets etwas entrüstet schauende Tier keine Grenze. So wirbt der Hamster inzwischen seit drei Jahren thüringenweit für die regionale Energieversorgung. An seinem Starpotential zweifelt niemand mehr. Am wenigsten der Star selbst. Ein Interview, das überfällig wurde:

13-15-15. Nicht gerade Modelmaße. Dazu noch derart stark behaart ... Leute wie Sie haben es sonst eher schwer, ins Modelgeschäft einzusteigen. Wen mussten Sie rumkriegen, um als Coverboy Karriere zu machen?
Jetzt hören Sie mir mal zu, in dem Ton brauchen wir gar nicht erst anzufangen zu reden. Hinter mir liegt eine harte Arbeitsnacht. Ich hab's nicht nötig, mich von Ihnen beleidigen zu lassen.

Schon gut, ich bitte um Entschuldigung, Herr - ... ähm...
 ...Sie dürfen Horst zu mir sagen. Aber eigentlich bin ich eine Dame.

Pardon..?
Mein Vorgänger in dem Job ist vor einiger Zeit in Rente gegangen. Die Leute von <i-D>, meiner Agentur, suchten deshalb einen Goldhamster mit einer ähnlichen Fellfarbe wie Horst. Und fanden mich. Um allen Beteiligten entgegenzukommen und nicht all zu große Verwirrung zu stiften, habe ich mich daran gewöhnt, Horst genannt zu werden. Ist eh nur ein Rollenname.

Und, was verdient man so als Supermodel?
Über Geld rede ich grundsätzlich nicht. Es taugt nichts, weder als Polstermaterial noch zum Zähneputzen. Ich lasse mich vor allem in Karotten bezahlen, noch lieber in Mais.

Immerhin können Sie sich zwei Villen leisten ... Eine mit einer großzügigen Treppenanlage und Fitnessstudio, die andere mit einer rustikalen Wohnlandschaft.
Sie meinen die beiden Häuser hier in der Agentur? Das ist das Mindeste, was ich erwarten darf. Das eine Haus dient repräsentativen Zwecken, was in meiner Position unumgänglich ist. Hier ist eine Webcam installiert. Sie wissen schon, die Yellowpress fragt immer mal wegen Homestories an. Da muss man den Paparazzi was bieten können. Das andere Haus brauche ich unter diesen Umständen zwangsläufig als Rückzugsraum. Zur Selbstfindung. Dort gebe ich mich auch meinem täglichen Workoutprogramm hin.

Welchen Sport betreiben Sie denn?
Ausdauerlauf. Sehen Sie das Laufrad? Meine Managerin hat einen Fahrradcomputer angeschlossen, damit wir meine Leistungskurve aufzeichnen können. In den meisten Nächten laufe ich sechs Kilometer.

Sie wiegen nur 156 Gramm. Sind Sie ein Magermodel?
So 'ne blöde Frage kann auch nur jemand stellen, der es nicht so mit dem Dreisatz hat. Was meinen Sie denn, wie schwer jemand sein sollte, der nur zehn Zentimeter lang ist?

Wir durften Sie schon in der Rolle des Zorro bewundern. Wo haben Sie Fechten gelernt?
Um ehrlich zu sein: Ich kann gar nicht fechten. Es fällt mir schon schwer, den Degen zu halten. Für dieses Plakatmotiv habe ich mich nur in Pose geschmissen. Der Rest ist Photoshop-Geschichte.

Sind die Fotos etwa alle manipuliert?
Um Gottes Willen, nein. Den Kühlschrank öffnen kann ich noch selbst.

Was sollen das bitte für Kühlschränke sein, die jemand von Ihrer Statur öffnen kann?
Puppenstube, Maßstab 1:12. Aus demselben Sortiment stammt übrigens auch mein Staubsauger.

Sie sind nachtaktiv. Wie kommen Sie mit ihren Kollegen von der Agentur klar?
Das geht schon. Wir legen die Fotoshootings auf 20 Uhr. Da liegt mein erstes Frühstück gerade hinter mir.

Macht Ihnen das ganze Licht im Studio nichts aus?
Wissen Sie, ich bin Profi. Außerdem gewöhnt man sich an alles. Zwei Monate Lichttraining, und die Sache ist geritzt.

Könnte es sein, dass wir demnächst den roten Teppich vor Ihnen ausrollen müssen?
Ach, ja, das Filmprojekt. <i-D> hat ein Vier-Minuten-Drama produziert. Kommt bald auf die Internetseite der Stadtwerke. Und auf Youtube.

Hier können Sie den Zeitungsartikel herunterladen.